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Genanalysesystem: Erforschung des Schlaganfalls
Mehr als 200.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall. Jeder Sechste davon ist unter 55 Jahre alt. Bei den Betroffenen dieser Altersgruppe bleibt die Ursache in gut einem Viertel der Fälle ungeklärt. Wissenschaftler der Universität Rostock ermitteln mögliche genetische Ursachen in der größten Studie zum Schlaganfall weltweit. Mit einem neuen Genanalysesystem untersuchen sie 5 000 junge Betroffene auf Gendefekte als Ursache für Schlaganfälle. Der Hamilton-Roboter, den die Universität Rostock hierfür kürzlich in Be-trieb genommen hat, kann Proben von 96 Patienten gleichzeitig in nur 36 Stunden genetisch analysieren. Zunächst isoliert er das Erbgut aus Blutproben. Dann prüft er die Gene auf mögliche Defekte, und schließlich speichert er bis zu 7 000 Proben bei –80 °C in einer Biobank, einer vollautomatisierten Lagerstätte.


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